Wort zu den Monaten März/April/Mai 2021


"Leuchttürme"

 

In der Schule, in der ich unterrichte, sagte ein Schüler zu mir als die Abschlussklassen wieder Präsenzunterricht hatten: „Ich weiß nicht genau, woran ich mich zurzeit orientieren soll“. So geht es vielen jetzt und auch mir selbst.

Es werden jetzt so viele irreführende Leuchtfeuer jetzt gelegt. Als unsere Kinder klein waren sind wir oft auf die Nordseeinsel Ameland gefahren. Früher haben da Strandräuber nachts Feuer am Strand entfacht. Sie haben Schiffe kentern lassen, weil die Schiffer glaubten, ein Leuchtturm, also ein echter Orientierungspunkt, weise ihnen den Weg. Der „Orientierungspunkt“ war eine Falle. Dann hat man den richtigen Leuchtturm gebaut, zu dem wir oft im Urlaub Fahrradausflüge gemacht haben.

Eigentlich könnte man meinen, dass die Zeiten der Irrfeuer endgültig vorbei sind. Doch dann erschrecke ich wie in diesen schweren Coronazeiten abstruse Theorien über weltweite Verschwörungen mit bewussten Falschmeldungen in die Welt gesetzt werden um Menschen „auflaufen“ zu lassen. So werden irreführende Leuchtfeuer gelegt. Gerade jetzt ist es wichtig wirkliche Leuchtfeuer zu sehen, die Orientierung und Wegweisung in der schweren Situation geben. Für mich sind Menschen leuchtende Vorbilder, die sich für andere Menschen einsetzen und stark machen. Auch in unserer Kirchengemeinde finde ich sie: Sie besuchen Kranke oder begleiten sterbende Menschen, übernehmen als Ehrenamtliche Verantwortung in der Kirchengemeinde, setzten sich in sozialen Initiativen für die Menschen ein, die jetzt besonders zu leiden haben. Sie setzen sich für Flüchtlinge ein oder kümmern sich um andere. Vorbild ist ihnen dabei Jesus selbst, der (im Johannesevangelium 8, 12) von sich gesagt hat: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mit vertraut, wer mir nachfolgt, der wird nicht mehr in der Finsternis umherirren, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Da steht zwar nicht das Wort „Leuchtturm“. Aber die Funktion ist genau die gleiche: Weil die Strahlkraft eines Leuchtturms so groß ist, können die Schiffe das Licht auch noch im Unwetter oder bei Nebel erkennen. Jesus sagt von sich selbst: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir vertraut, wer mir nachfolgt, der wird nicht mehr in der Finsternis umherirren, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ (Johannes 8, 12) sich für Flüchtlinge ein oder kümmern sich um andere. Diese Menschen sind wie Leuchttürme, an denen ich mich orientiere.

Licht auf ihrem persönlichen Wege wünscht Ihnen ihr Pfarrer Uli Hammer

 

 

 

 

 

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