Wort zu den Monaten September/Oktober/November 2019


Jahreslosung 2019 "Suche Frieden und jage ihm nach".

 

Der heiße Sommer ist endgültig vorbei und nach dem Sommerurlaub in Schweden hat der Alltag mich wieder fest im Griff. Schnell bin ich wieder drin in den Mühlen des Alltags. Es ist schwer die nordische Gelassenheit zu bewahren. Ich ertappe mich wieder bei dem Versuch, möglichst drei Dinge auf einmal zu erledigen. Was natürlich nicht funktioniert.

Oft wünsche ich mir mehr Zeit für alles, was anliegt. Da tut es gut, den bekannten Zuspruch aus dem Buch des Predigers zu hören: „Alles hat seine Zeit.“ Da werden wesentliche Dinge genannt wie lieben und hassen, aber auch so banale wie Steine sammeln und Steine wegwerfen. In den nachfolgenden Versen schärft der Prediger aber unsere Achtsamkeit. „Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. (Prediger 3,11)“

Manchmal, in besonderen Augenblicken, erleben wir einen Hauch von Ewigkeit, wenn uns etwas ganz besonders berührt und uns spontan klar ist. Diesen Augenblick werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Ewigkeit ist etwas, was nicht erst nach der Zeit beginnt, sondern sie umhüllt uns im Hier und Jetzt. Diesen Abglanz der Ewigkeit kann man manchmal fast körperlich spüren. Unsere Herzen begegnen dem ewigen Gott auch in der Schönheit seiner Schöpfung und das Herz kann zur Ruhe kommen. Und ein ruhiges Herz ist die beste Voraussetzung dafür, der Hetze des Alltags zu entkommen und aus dem Vertrauen heraus zu leben, dass alles seine Zeit hat.

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. Pred. 3,11

Ihr

Pfarrer Ulrich Hammer

 

 

 

 




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